Fuer Grete

Steile Bergwand, Du reisst Dich hoch
in der Luefte Nebel,
die Dich wie geisterhafte Haeuche umrinnen,
dann trocknend und dunstig,
fast unsichtbar,
unserem offenen Auge entgehn.
Du aber, harter Fels,
wendest Dich heimwaerts.
Unser mathematisches Auge
sieht Deine schweren Atome
schneller sich drehn
als der Wasserfall
sich in die Tiefe stuerzt.
Im Sturz bleibst Du stehn,
unseren Haenden ein tastendes Dasein.
Im Traum sind wir gleich.
Da oeffnen sich Deine glatten nahtlosen Naehte.
Ich teile Dich.
Wir gehn eins durch das andere
unter- und ineinander verteilt —
aber heil.